Mild, knackig und erstaunlich vielseitig: Kohlrabi gehört zu den beliebtesten Sommergemüsen in Österreich. Ob roh, gekocht oder aus dem Ofen – die runde Knolle überzeugt mit ihrem feinen Geschmack, vielen Vitaminen und unzähligen Zubereitungsmöglichkeiten. Wir verraten, worauf es beim Einkauf, der Lagerung und der Zubereitung ankommt.
Wie bereitet man Kohlrabi richtig zu?
Bevor Kohlrabi verarbeitet wird, sollten zunächst die Blätter entfernt werden – allerdings nicht zum Wegwerfen, denn auch sie sind essbar. Anschließend wird die Knolle geschält. Vor allem größere Exemplare besitzen eine etwas holzige Schale, die großzügig entfernt werden sollte.
Roh schmeckt Kohlrabi angenehm knackig und eignet sich hervorragend als Snack oder für Salate. Gedünstet, gekocht oder im Ofen geröstet entwickelt er eine feine Süße. Wichtig ist, ihn nicht zu lange zu garen – zehn bis 15 Minuten reichen meist aus, damit er bissfest bleibt.
Was kann man aus Kohlrabi kochen?
Kohlrabi ist deutlich vielseitiger, als viele vermuten. Er schmeckt als cremige Suppe ebenso gut wie in Gemüsepfannen, Aufläufen oder als Risotto. Auch gefüllte Kohlrabi, knuspriges Ofengemüse, Pürees oder Gemüse-Pommes gelingen mit der milden Knolle hervorragend. Roh sorgt er in Salaten oder als Gemüsesticks mit Dip für eine frische Note.
Wie schmeckt Kohlrabi und zu welchen Gerichten passt er?
Geschmacklich erinnert Kohlrabi leicht an Brokkoli oder Kohl, wirkt jedoch wesentlich milder und auch leicht süßlich. Gerade junge Knollen sind besonders zart.
Er harmoniert hervorragend mit Kartoffeln, Karotten, Spargel oder Erbsen und passt ebenso gut zu Fisch, Huhn oder Pasta. Auch Butter, Muskat, Zitronensaft, Parmesan und frische Kräuter unterstreichen sein feines Aroma.
Kann man Kohlrabi einfrieren?
Ja. Am besten wird Kohlrabi geschält, in Würfel oder Scheiben geschnitten und zwei bis drei Minuten blanchiert. Anschließend in Eiswasser abschrecken, gut trocknen lassen und portionsweise einfrieren. So bleibt er bis zu zehn Monate haltbar und behält Farbe sowie Geschmack.
Was macht man mit den Kohlrabiblättern?
Die Blätter sind viel zu schade für den Biomüll. Sie enthalten sogar mehr Vitamin C und Beta-Carotin als die Knolle selbst und lassen sich ähnlich wie Spinat verwenden. Fein gehackt passen sie in Suppen, Pestos oder Gemüsefüllungen. Junge Blätter schmecken außerdem hervorragend im Salat oder als Zutat für grüne Smoothies.
Wie lange ist Kohlrabi haltbar und wie lagert man ihn richtig?
Im Gemüsefach des Kühlschranks hält sich Kohlrabi etwa eine Woche. Die Blätter sollten möglichst gleich nach dem Einkauf entfernt werden, da sie der Knolle Feuchtigkeit entziehen. Am besten wird Kohlrabi locker in ein feuchtes Tuch gewickelt oder im Gemüsefach gelagert.
Welche Vitamine und Nährstoffe stecken in Kohlrabi?
Mit rund 30 Kalorien pro 100 Gramm zählt Kohlrabi zu den besonders leichten Gemüsesorten. Gleichzeitig liefert er reichlich Vitamin C, Kalium, Kalzium, Magnesium, Folsäure und Ballaststoffe. Damit unterstützt er das Immunsystem, fördert die Verdauung und sorgt für eine lang anhaltende Sättigung.
Was ist der Unterschied zwischen weißem und violettem Kohlrabi?
Der größte Unterschied liegt in der Schale. Während weißer Kohlrabi meist etwas milder schmeckt, gilt die violette Variante als leicht würziger. Innen sind jedoch beide Sorten hell und zart. In der Küche lassen sie sich völlig gleich verwenden.
Wann hat Kohlrabi in Österreich Saison?
Frischer Freiland-Kohlrabi stammt in Österreich von Mai bis Oktober aus regionalem Anbau. In dieser Zeit schmeckt er am besten. Dank Gewächshauskulturen und Lagerware ist Kohlrabi zwar fast das ganze Jahr erhältlich, wer regional und saisonal einkaufen möchte, greift jedoch am besten in den Sommermonaten zu.
3 Kohlrabi-Rezepte zum Nachkochen
Rezept 1: Gerösteter Kohlrabi mit Parmesan
Zutaten für 4 Personen
- 2 Kohlrabi
- 2 EL Olivenöl
- 40 g Parmesan
- Salz, Pfeffer
- etwas Thymian
Zubereitung
Den Kohlrabi schälen, in Spalten schneiden und mit Olivenöl, Salz, Pfeffer und Thymian vermengen. Auf einem Backblech verteilen und bei 200 Grad etwa 30 Minuten rösten. Kurz vor Ende der Garzeit mit Parmesan bestreuen und goldbraun überbacken.
Rezept 2: Cremige Kohlrabi-Suppe
Zutaten
- 2 Kohlrabi
- 1 Zwiebel
- 2 Kartoffeln
- 700 ml Gemüsefond
- 100 ml Schlagobers
- Butter
- Muskat, Salz und Pfeffer
Zubereitung
Die Zwiebel in Butter glasig dünsten. Kartoffeln und Kohlrabi würfeln, kurz mitrösten und mit Gemüsefond aufgießen. Rund 20 Minuten weich kochen, anschließend pürieren und mit Schlagobers verfeinern. Mit Muskat abschmecken.

Rezept 3: Kohlrabi-Apfel-Salat mit Walnüssen
Zutaten
- 2 junge Kohlrabi
- 1 säuerlicher Apfel
- Saft einer halben Zitrone
- 2 EL Naturjoghurt
- 1 EL Sauerrahm
- 1 TL Honig
- Schnittlauch
- Walnüsse
Zubereitung
Kohlrabi und Apfel fein raspeln und mit Zitronensaft vermengen. Joghurt, Sauerrahm und Honig verrühren, unterheben und mit Schnittlauch sowie gehackten Walnüssen bestreuen.
Ähnliche Beiträge:
Die 7 beliebtesten Sommerkräuter in der Küche











