Räume mit kleinen Fenstern, nord- oder ostseitig gelegene Zimmer oder Flure bieten auf den ersten Blick nicht unbedingt die besten Voraussetzungen für Zimmerpflanzen. Zum Glück gibt es jedoch schöne Zimmerpflanzen für wenig Licht – in diesem Beitrag erfahren Sie, welche das sind und was sie bei Ihrer Auswahl beachten sollten.
Welche Zimmerpflanzen brauchen wenig Licht?
Nicht jeder nennt eine helle Wohnung sein eigen. Doch selbst in Räumen mit wenig Licht muss niemand auf die wohltuende Wirkung von Zimmerpflanzen verzichten. Denn es gibt so genannte Schattenpflanzen, die gerade unter diesen Bedingungen gut gedeihen. Viele von ihnen stammen ursprünglich aus Regenwäldern, wo sie im Unterholz gewachsen sind und sich so an den geringen Lichteinfall gewöhnt haben. Ein Indiz dafür, dass Zimmerpflanzen wenig Licht brauchen, sind relativ große, dünne Blätter.
Welche Pflanzen eignen sich für ein dunkles Badezimmer?
Hat das Bad überhaupt kein Fenster, haben Zimmerpflanzen so gut wie keine langfristige Überlebenschance (siehe unten). Dringt zumindest ein bisschen Tageslicht ins Bad, beispielsweise durch ein kleines Fenster oder durch eine verglaste Tür, hat zumindest die eine oder andere Zimmerpflanze eine Chance, im Bad zu überleben. Vorausgesetzt, man achtet bei der Auswahl darauf, dass die Pflanzen hohe Luftfeuchtigkeit und ebensolche Temperaturen vertragen – beides ist den meisten Bädern eher die Regel und nicht die Ausnahme.
Welche Zimmerpflanzen überleben in einem Raum ohne Fenster wie dem Bad?
Mit der größten Wahrscheinlichkeit überleben Zimmerpflanzen in Räumen ohne Fenster nicht oder nur für kurze Zeit. Denn die Pflanzen brauchen Licht, um mittels Photosynthese Kohlendioxid und Wasser in Glukose und Sauerstoff umwandeln zu können. Abhilfe können jedoch spezielle Pflanzen- oder Tageslichtlampen schaffen, mit deren Hilfe ein naturnaher Tag-Nacht-Rythmus geschaffen wird.
Wie erkenne ich, ob meine Zimmerpflanze zu wenig Licht bekommt?
Bekommen Zimmerpflanzen zu wenig Licht, zeigt sich das an verschiedenen Symptomen wie beispielsweise verblassten Blättern oder dem Verschwinden typischer Merkmale. Erhalten Efeututen zu wenig Licht, verschwinden die weißen Stellen auf den Blättern, bei Monstera wiederum weisen neue Blätter keine Blattschlitze mehr auf. Schwaches oder gar kein Wachstum ist ebenfalls ein Indiz für Lichtmangel. Wächst die Pflanze nur auf eine Seite, und zwar in Richtung einer Lichtquelle, ist das ebenfalls ein Anzeichen dafür, dass sie mehr Licht benötigt.

Welche großen Zimmerpflanzen sind schattenverträglich?
Zu jenen Zimmerpflanzen, die nicht nur Schatten vertragen, sondern auch eine beeindruckende Größe entwickeln können, gehört unter anderem das Einblatt. Je nach Sorte kann es bis zu 80 Zentimeter hoch werden. Auch die Schusterpalme erreicht in etwa diese Wuchshöhe. Zehn Zentimeter höher kann hingegen die Glücksfeder werden. Bis zu einen Meter hoch können unter anderem Nestfarn und Kentiapalme werden, eine Monstera kann durchaus 1,5 Meter hoch werden. Noch höher wollen Gummibäume hinaus, die eine Wuchshöhe von bis zu zwei Metern erreichen. Auch die Efeutute, eine Kletterpflanze, kann dank entsprechender Rankhilfen eine beachtliche Höhe erreichen.
Welche Zimmerpflanzen für wenig Licht sind auch pflegeleicht?
Zimmerpflanzen, die mit wenig Licht zurecht kommen, sind oft auch pflegeleicht. Das gilt beispielsweise für den Bogenhanf: Er wächst zwar an dunklen Standorten langsamer und verliert mit der Zeit die helle Blattzeichnung, dafür muss er dort aber weniger gegossen werden als an helleren Standorten. Denn als Wüstenpflanze aus Afrika kann Bogenhanf in seinen Blättern Wasser speichern. Je dunkler der Standort, desto geringer ist darüber hinaus der Nährstoffbedarf. Als ebenfalls besonders pflegeleicht gilt die Glücksfeder – sie wird sogar als widerstandsfähigste Zimmerpflanze der Welt bezeichnet: Sie fühlt sich prinzipiell an jedem Standort wohl, somit auch an dunklen. Gegossen werden muss die Glücksfeder erst dann, wenn die Oberfläche der Topferde ausgetrocknet ist. Nur eines schätzt sie nicht, nämlich sehr kalte Temperaturen. Eine andere Zimmerpflanze, die ebenfalls für Menschen ohne grünen Daumen geeignet ist, ist die Kentiapalme. Der Wasserbedarf der dekorativen Pflanze ist mäßig, gleiches gilt für den Nährstoffbedarf: Nur im Frühjahr und Sommer sollte die Kentiapalme einmal wöchentlich gedüngt werden.

Können Zimmerpflanzen mit künstlichem Licht überleben?
Ja, Zimmerpflanzen können auch mit künstlichem Licht überleben.
Welche Zimmerpflanzen für wenig Licht sind ungiftig für Katzen und Hunde?
Kaum zu glauben, es gibt Zimmerpflanzen, die für wenig Licht geeignet und gleichzeitig ungiftig für Haustiere sind – auch, wenn die Auswahl etwas eingeschränkt ist. Hunde- und Katzenbesitzer, die auch in dunkle Ecken ein wenig Grün bringen wollen, sollten ihren Lieblingen zugute beispielsweise zu Korbmaranten, Grünlilien, Kentiapalmen oder Schwertfarn greifen.
Wie gieße ich Zimmerpflanzen in dunklen Räumen richtig?
Eine generelle Empfehlung, wie Zimmerpflanzen in dunklen Räumen richtig gegossen werden, gibt es nicht. Lassen Sie sich vor dem Kauf hinsichtlich des Wasserbedarfs der von Ihnen bevorzugten Pflanze beraten.
Welche hängenden Pflanzen kommen mit wenig Licht aus?
Hängepflanzen, die mit wenig Licht auskommen, sind unter anderem Schwertfarn, Efeutute, Kletter-Philodendron und Grünlilie.
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