Kaum sind die hektischen Weihnachtsfeiertage vergessen, steht auch schon Ostern vor der Tür. In vielen Familien und Freundeskreisen wird dieses Fest gerne mit einem ausgiebigen Osterfrühstück gefeiert. Um dabei nicht (wieder) in die Stressfalle zu tappen, ist es hilfreich, sich rechtzeitig Gedanken darüber zu machen.
Osterfrühstück: Gut geplant ist halb gewonnen
Beginnen Sie am besten gleich mit den Vorbereitungen: Je mehr Gäste bewirtet werden sollen, desto eher sollten Sie diese einladen (und um zeitnahe Zusage ersuchen). Überlegen Sie sich, ob Sie das gesamte Buffet wirklich allein stemmen wollen – viele Gäste freuen sich, wenn auch sie einen Beitrag zum Osterfrühstück leisten können.
Mindestens genauso wichtig wie Speisen und Getränke ist die Dekoration: Machen Sie sich daher auch schon jetzt Gedanken – von der Farbgebung bis zum Stil. Kontrollieren Sie Ihre Bestände an Dekorationsutensilien, um diese gegebenenfalls noch ergänzen zu können. Wer für üppige Dekoration weder Zeit noch Lust hat, muss nicht verzweifeln. Bereits ein paar Frühlingsblumen, Kerzen, gefärbte Eier, Schokohasen und Servietten mit Ostermotiven bringen österliche Stimmung ins Haus und auf den Tisch.
Ein letzter Tipp füs stressfreie Osterfrühstück: Decken Sie den Tisch dafür bereits am Tag zuvor.
Einfache Rezepte für das Osterfrühstück
Die Auswahl der Rezepte ist ein weiterer wichtiger Baustein, damit das Osterfrühstück nicht zur Stressfalle wird. Entscheiden Sie sich daher für einfache Rezepte – je aufwändiger eine Speise, desto weniger Zeit bleibt für alles andere. Scheuen Sie sich dabei nicht, neben Klassikern auch die eine oder andere Neuheit auf den Tisch zu bringen.
Klassiker für das Osterfrühstück…
Keinesfalls am Frühstückstisch fehlen dürfen zu Ostern hart gekochte und bunt gefärbte Ostereier. Weitere Klassiker, die hierzulande zum Osterfrühstück unbedingt dazu gehören, sind Osterstriezel, -kränze und -pinzen sowie ein Osterlamm oder -hase aus Rühr- oder Biskuitteig. Gleiches gilt, zumindest in Kärnten, für den mit Zimt, Zucker, Nüssen und Rosinen gefüllten Reindling, der traditionell schon am Gründonnerstag gebacken wird.
Ebenfalls ein Klassiker ist der Osterschinken, sei es pur oder im Brotteig. Für Letzteren wird ein Stück geselchter Osterschinken gekocht, mit Brotteig umhüllt und anschließend im Backrohr gebacken.

…und darüber hinaus
Sie wollen die Klassiker ein wenig abwandeln oder ergänzen? Auch dafür lassen sich schnelle und einfache Rezepte beziehungsweise Alternativen finden: Wie wäre es anstelle von gefärbten Eiern mit einer Eierspeis oder einem Omelette? Frische Kräuter sorgen bei beiden nicht nur für mehr Geschmack, sondern sind auch ein Augenschmaus. Statt des Osterschinkens können Sie eine Aufschnittplatte oder Schinkenrollen servieren.
Oder soll es doch eher eine Quiche oder ein Flammkuchen sein? Beide sind nicht nur dank fertiger Teige, die es in den meisten Supermärkten zu kaufen gibt, schnell fertig, sondern können mit und ohne Fleisch zubereitet werden. Wie wäre es also beispielsweise mit einer Spinatquiche?
Spinatquiche:
Teig:
220g Mehl
100g kalte Butter
1 Ei
1 EL kaltes Wasser
1 Prise Salz
(oder fertiger Teig)
Belag:
450g TK-Spinat
1 kl. Zwiebel
250g Sauerrahm oder Creme fraiche
100g Feta
3 Eier
70g geriebener Käse (z.B. Gouda oder Bergkäse)
Zubereitung:
- Für den Teig Mehl, kalte Butter, Ei, Wasser und Salz zügig verkneten. Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie verpacken und eine halbe Stunde kühlen.
- Backrohr auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
- Zwiebel fein schneiden, mit dem aufgetauten und ausgedrückten TK-Spinat in etwas Olivenöl anbraten. Etwas auskühlen lassen und anschließend mit dem kleinwürfelig geschnittenen Feta vermengen.
- Den Teig ausrollen und in eine Tarteform (Durchmesser 28 Zentimeter) legen – den Rand nicht vergessen! Danach den Boden mit einer Gabel einstechen und ev. mit Semmelbröseln bestreuen.
- Für den Guss Rahm bzw. Creme fraiche und Eier vermischen, mit Salz, Pfeffer und ev. Kräutern abschmecken. Die Spinat-Feta-Masse auf dem Boden verteilen, den Guss darüber gießen.
- Die Quiche zehn Minuten backen, danach mit Käse bestreuen und weitere ca. 30 Minuten backen. Damit die Oberfläche nicht zu dunkel wird, sollte die Quiche eventuell gegen Ende der Backzeit abgedeckt werden.
Aufstriche mit oder ohne Fleisch sind ein weiterer heißer Tipp für das Osterfrühstück – nicht zuletzt, da sie am Vortag zubereitet werden können. Wie wäre es beispielsweise mit einem Bärlauchaufstrich oder einem Radieschen-Kresse-Aufstrich?
Bärlauchaufstrich:
Zutaten:
250g Topfen
1/8 Liter Buttermilch
10 dag Bärlauch
(Kräuter)Salz
Pfeffer
Zubereitung:
Topfen und Buttermilch verrühren, Bärlauchblätter waschen, klein schneiden und dazu geben. Mit (Kräuter-)Salz und Pfeffer abschmecken.
Radieschen-Kresse-Aufstrich:
Zutaten:
100 g Radieschen
4 EL Kresse
2 EL Schnittlauch, fein geschnitten
100 g Skyr, Topfen oder Frischkäse
½ TL (Kräuter)Salz
1 Prise Pfeffer
1 TL Zitronensaft
Zubereitung:
Radieschen waschen, trocknen, klein schneiden oder raspeln. Skyr bzw. Topfen oder Frischkäse mit Kresse und Schnittlauch verrühren, Radieschen ausdrücken und unterheben. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.
Süßes darf beim Osterfrühstück nicht fehlen
Für all jene, die anstelle oder zusätzlich zu süßen Klassikern wie Marmelade, Honig, Striezel, Reindling und Osterlamm ihre Lust auf Süßes stillen wollen, ist die Auswahl an Rezepten ebenfalls groß: Wie wäre es beispielsweise, passend zu Ostern, mit einem Karottenkuchen oder einem Eierlikörguglhupf?
Karottenkuchen
Zutaten:
300g Universalmehl
2 Kaffeelöffel Backpulver
150g Zucker
2 Packerl Vanillezucker
1 Prise Salz
120 g flüssige Butter
3 Eier
3 mittelgroße Karotten, gerieben
1 EL Zitronensaft
80g Wal- oder Haselnüsse, gerieben
Glasur:
100g Staubzucker
Zitronensaft
Zubereitung:
- Mehl und Backpulver mischen, übrige Zutaten nach und nach dazu geben. Die Masse gut durchrühren, danach in eine gefettete und mit Mehl bestäubte Kuchenform füllen. In der unteren Hälfte des auf 180 Grad vorgeheizten Backrohrs ca. 50 Minuten backen.
- Für die Glasur Staubzucker und Zitronensaft zu einer dickflüssigen Masse verrühren. Den noch warmen Kuchen damit bestreichen.

Eierlikörguglhupf
Zutaten:
5 Eier
250g Staubzucker
2 Packerl Vanillezucker
1/8 Liter Öl
¼ Liter Eierlikör
250g Mehl
1 Packerl Backpulver
ev. Schokostreusel bzw. Nutella nach Belieben
Zubereitung:
- Eier, Staub- und Vanillezucker schaumig rühren, Öl und Eierlikör vermischen und vorsichtig einrühren.
- Mehl und Backpulver mischen, unter die Masse heben. Ev. Schokostreusel oder Nutella dazu.
- Bei 180 Grad ca. 45 Minuten backen. Wem das noch nicht süß genug ist, der kann den Guglhupf auch noch mit Staubzucker bestreuen oder mit Zuckerglasur bestreichen.
Wer lieber cremiges mag, muss darauf nicht verzichten: Cremes aus Mascarpone, Joghurt oder Topfen sind rasch zubereitet. In Gläser gefüllt und mit einem halben Pfirsich aus der Dose verziert, haben Sie gleich einmal ein Spiegelei im Glas. Falls etwas Crunch gewünscht ist, zerbröseln Sie einfach Butterkekse und geben Sie diese als Boden unter die Creme. Auch ein Eierlikör-Tiramisu sorgt immer wieder für Begeisterung.
Und jetzt noch ein letzter Tipp: Pfeifen Sie auf Perfektionismus! Keiner der Gäste erwartet Haubenküche oder perfekten Service, für diese ist doch gemeinsame Beisammensein das Schönste am Osterfrühstück.
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