Teiche sind eine Bereicherung für jeden Garten. Wir verraten Ihnen, was Sie beim Gartenteich anlegen bedenken sollten, damit auch Sie sich über ein zusätzliches Highlight freuen können.
Wer einen Gartenteich anlegen möchte, sollte sich zuerst einmal klar werden, welche Art Teich es sein sollte. Denn Gartenteich ist nicht gleich Gartenteich: Die Bandbreite reicht vom nährstoffreichen und bepflanzten Naturgewässer über Mischformen bis zum klaren, nährstoffarmen und oft pflanzenfreien Gewässer, das auch in Form eines Naturpools errichtet werden kann. Dazu ist es wichtig, unter anderem zu überlegen, ob der Gartenteich nur als Blickfang oder auch als Bad – und wenn ja, von wie vielen Personen – genutzt werden soll. Auch die Frage, wie viel Zeit und Aufwand man für Wartung und Pflege des Teichs erübrigen wolle und nicht zuletzt jene nach der Höhe des Budgets sollte gestellt werden.
Gartenteich anlegen: Die vier Hauptpunkte klären
Neben der Art des Teichs gibt es drei weitere Fragen, die Sie gleich anfangs klären sollten: Dazu gehören der Standort, Form und Größe des Teichs sowie die Frage, ob Technik zum Einsatz kommen soll oder die Arbeit der Natur überlassen wird.
Der richtige Standort
Natürlich macht es Sinn, wenn der Gartenteich von der Terrasse aus zu sehen ist. Ihn aber auch dann entsprechend zu positionieren, wenn die Gegebenheiten nicht optimal sind, ist nicht zielführend. Um sich nämlich lange am Gartenteich erfreuen zu können, sollte dieser im Halbschatten positioniert werden. Scheint die Sonne fünf Stunden am Tag auf das Nass, ist das ausreichend, da zu viel Sonne das Wachstum der Algen beflügelt.
Das Haus, aber auch Bäume und Sträucher können als Schattenspender dienen – achten Sie bei den beiden Letztgenannten aber auf ausreichend Abstand. Blätter, Nadeln und Co sind ihm genauso wenig zuträglich, wie Wurzeln, die im schlimmsten Fall die Teichfolie zerstören können.
Mindestens genauso wichtig ist es, Abstand zu diversen Leitungen einzuhalten. Ein Punkt, der bei der Suche nach dem richtigen Standort ebenfalls berücksichtigt werden sollte, ist der Wind: Dieser sollte den Teich aufwühlen und so das Wasser durchmischen können – ein weiterer Faktor für eine gute Wasserqualität.
Auf die Größe kommt es an
Je größer ein Teich ist, desto eher kann man auf Technik verzichten. Wer seinen Teich ohne Filteranlage betreiben will, sollte ihm mindestens 200 Quadratmeter Platz einräumen. Denn die Pflanzen und Mikroorganismen, die die Arbeit der Filteranlage übernehmen brauchen ausreichend Platz. Diesen finden sie in einer eigenen Ufer-, einer Flachwasser- und schlussendlich der Tiefwasserzone.
Ein weiterer Aspekt ist, dass sich bei Gartenteichen dieser Größe in der Regel das Wasser nicht so stark aufheizt, die Gefahr, dass das kostbare Nass kippt, ist somit geringer. Generell gilt: Um das Überhitzen des Wassers im Sommer und ein völliges Einfrieren im Winter zu verhindern, sollte der Gartenteich zumindest 80 Zentimeter tief sein, manche Teichplaner raten gar zu einer Mindesttiefe von 1,20 Metern.
Aber selbst bei weniger Platz muss man nicht auf einen Gartenteich verzichten. Mit der entsprechenden Technik reichen auch nur ein paar Quadratmeter Fläche. Noch etwas sollt man in diesem Fall berücksichtigen: In Hitzeperioden muss regelmäßig Wasser nachgefüllt werden, da kleine Teiche durch die Verdunstung pro Tag mehrere Zentimeter an Tiefe verlieren können.
Gartenteich mit oder ohne Folie
Wer einen großen oder individuell geformten Gartenteich sein Eigen nennen will, kommt in der Regel ohne Folie nicht aus. Bei kleinen Teichen bieten sich als Alternative Teichbecken an. Bei Folien ist es einerseits wichtig, zu stärkeren Produkten zu greifen und andererseits bereits beim Kauf an die Entsorgung zu denken.
Ein paar Tipps zum Teichbau
Grundvoraussetzung für ein gutes Gelingen ist ein setzungsfreier, von Steinen und Wurzeln befreiter Untergrund. Soll ein Folienteich entstehen, ist es ratsam, darauf noch eine Schicht Sand oder ein Teichvlies zu geben und erst dann die Folie auflegen. Danach folgt eine Schicht Teichsubstrat sowie eine Lehmschicht, um die Algenbildung zu verringern. Und noch etwas ist beim Bau des Gartenteichs wichtig: Der Rand des Gartenteichs muss vom Rasen sauber getrennt sein. Damit wird verhindert, dass Rasendünger ins Wasser gelangt.
Zuletzt: Eine Frage der Kosten
Eine Pauschalantwort auf die Frage, wieviel ein Gartenteich kostet, gibt es nicht. Ein Mini-Gartenteich ist schon um ein paar hundert Euro zu haben, bei größeren Teichen muss man jedoch mit Kosten in fünfstelliger Höhe rechnen.
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