Er steht auf immer mehr Küchenarbeitsplatten, arbeitet leise und effizient und verspricht nicht weniger als eine kleine kulinarische Revolution: der Air Fryer. Was vor wenigen Jahren noch als kurzlebiger Küchentrend galt, hat sich längst als fixer Bestandteil moderner Haushalte etabliert. Aktuelle Marktzahlen zeigen, dass bereits rund jeder dritte Haushalt in Westeuropa eine Heißluftfritteuse besitzt – mit stark steigender Tendenz. Der Grund: weniger Fett, kürzere Garzeiten, erstaunlich gute Ergebnisse.
Wie der Air Fryer funktioniert
Das technische Prinzip ist ebenso einfach wie wirkungsvoll. Ein leistungsstarkes Heizelement erhitzt die Luft im Garraum auf 80 bis 200 Grad Celsius, ein integrierter Ventilator verteilt diese Hitze gleichmäßig und mit hoher Geschwindigkeit. Dieses sogenannte Rapid-Air-System sorgt dafür, dass Speisen außen knusprig werden, während sie innen saftig bleiben – ein Effekt, der dem klassischen Frittieren erstaunlich nahekommt, jedoch ohne das übliche Ölbad.
Während beim herkömmlichen Frittieren mehrere Liter Fett nötig sind, reichen im Air Fryer oft wenige Tropfen Öl oder gar keines. Die heiße Luft übernimmt die Hauptarbeit.

Pommes ohne schlechtes Gewissen
Besonders deutlich wird der Vorteil beim Klassiker schlechthin: Pommes frites.
Frittierte Pommes enthalten im Durchschnitt 15 bis 17 Gramm Fett pro 100 Gramm. In der Heißluftfritteuse zubereitet, sinkt dieser Wert auf 3 bis 5 Gramm – abhängig von Sorte und Zubereitung. Das entspricht einer Fettreduktion von bis zu 80 Prozent, bei gleichzeitig deutlich geringerem Kaloriengehalt.
Warum der Air Fryer* als gesünder gilt
Neben dem geringeren Fettgehalt punktet der Air Fryer auch aus ernährungsphysiologischer Sicht. Studien zeigen, dass bei der Zubereitung mit heißer Luft bis zu 90 Prozent weniger Acrylamid entsteht als beim klassischen Frittieren. Acrylamid gilt als potenziell gesundheitsschädlich und entsteht vor allem bei stark erhitzten, stärkehaltigen Lebensmitteln.
Dazu kommt, dass durch die kürzeren Garzeiten mehr Vitamine und Mineralstoffe erhalten bleiben.

Zeit, Präzision und Alltagstauglichkeit
Ein weiterer Erfolgsfaktor ist die enorme Effizienz im täglichen Gebrauch. Während ein Backofen oft 10 bis 15 Minuten Vorheizzeit benötigt, ist der Air Fryer praktisch sofort einsatzbereit. Viele Gerichte stehen in weniger als 20 Minuten auf dem Tisch.
Dank der konstanten Luftzirkulation bleibt die Temperatur stabil, das Gargut benötigt wenig Aufmerksamkeit. Kein Spritzen von Fett, kein permanentes Wenden, kein Nachjustieren, kein mühsames Putzen. Besonders im hektischen Alltag ist das ein klarer Vorteil für alle, die frisch kochen wollen, aber wenig Zeit haben.
Auch die Portionsgröße lässt sich präzise steuern. Statt ein großes Backblech zu füllen, wird genau jene Menge zubereitet, die tatsächlich gebraucht wird. Das spart Energie und reduziert Lebensmittelverschwendung – ein zunehmend wichtiger Aspekt in modernen Haushalten.
Überraschend vielseitig
Wer den Air Fryer* ausschließlich mit Pommes verbindet, unterschätzt sein Potenzial. Tatsächlich zählt die Heißluftfritteuse zu den vielseitigsten Küchengeräten der letzten Jahre. Neben Kartoffelgerichten gelingen darin:
- Gemüse wie Brokkoli, Karfiol oder Kohlsprossen – außen geröstet, innen saftig
- Fischfilets, die punktgenau garen, ohne auszutrocknen
- Hühnerteile mit knuspriger Haut und zartem Fleisch
- Aufbackgebäck wie Croissants oder Semmeln, die schneller knusprig werden als im Ofen
- Reste vom Vortag – Pizza inklusive
Zwei unkomplizierte Air-Fryer-Rezepte
Knusprige Süßkartoffel-Pommes mit Paprika & Rosmarin
Süßkartoffeln waschen, schälen und in gleichmäßige Stifte schneiden. In einer Schüssel mit 1 Teelöffel Olivenöl, geräuchertem Paprikapulver, grobem Salz und frischem Rosmarin vermengen.
Im Air Fryer bei 180 Grad etwa 15 bis 18 Minuten garen, zwischendurch einmal schütteln.
Zitronen-Huhn mit Ofengemüse
Hühneroberkeulen oder Hühnerbrustfilets mit Zitronenschale, Knoblauch, Thymian, Salz und Pfeffer würzen. Zucchini- und Paprikastücke locker dazugeben.
Bei 190 Grad 20 Minuten garen, nach der Hälfte der Zeit wenden.
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FAQ: Air Fryer
Nein – ein Hauch Öl verbessert oft Textur und Geschmack. Meist reichen ½ bis 1 Teelöffel.
Ja. Durch den kleinen Garraum und die kurze Aufheizzeit verbraucht er bis zu 50 Prozent weniger Energie.
Ja. Muffins, kleine Kuchen oder Cheesecake gelingen besonders gut – ideal für kleine Haushalte.
Silikonformen, Gittereinsätze und Backpapier erleichtern Reinigung und Handhabung.
Ja. Modelle* mit 4 bis 6 Litern Fassungsvermögen sind alltagstauglich und vielseitig einsetzbar.
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