Wenn die Temperaturen steigen und Mäntel, Daunenjacken sowie Wollpullover Pause haben, stellt sich eine scheinbar banale, in Wahrheit jedoch entscheidende Frage: Wohin mit all den voluminösen Wintertextilien? Wer Winterkleidung richtig lagert, gewinnt nicht nur Platz – sondern verlängert auch die Lebensdauer hochwertiger Stücke. Gerade bei Kaschmir, Wolle oder Funktionsmaterialien lohnt sich Sorgfalt.
Wie lagert man Winterkleidung richtig?
Winterkleidung sollte sauber, trocken und gut belüftet eingelagert werden. Feuchtigkeit ist der größte Feind von Naturfasern – sie begünstigt Schimmelbildung und unangenehme Gerüche. Ideal sind konstante Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad Celsius bei niedriger Luftfeuchtigkeit.
Wichtig: Kleidung nicht einfach wahllos in Säcke stopfen. Schwere Mäntel gehören auf stabile Bügel, empfindliche Strickwaren dagegen gefaltet ins Regal oder in Boxen, damit sie sich nicht verziehen. Faustregel: Alles, was Gewicht hat oder ausleiern könnte, wird liegend gelagert.

Sollte man Winterkleidung vor dem Einlagern waschen?
Unbedingt. Selbst wenn Stücke äußerlich sauber wirken, können Schweiß, Hautfett oder Parfumreste Motten anziehen. Studien zeigen, dass insbesondere kleinste organische Rückstände Larven anlocken.
- Woll- und Kaschmirteile idealerweise professionell reinigen lassen
- Daunenjacken gemäß Pflegeetikett waschen und vollständig trocknen
- Funktionskleidung mit speziellem Waschmittel behandeln
Nur komplett trockene Kleidung darf verstaut werden – Restfeuchte führt fast immer zu muffigem Geruch.
Wie kann man Winterkleidung platzsparend lagern?
Wintertextilien beanspruchen bis zu dreimal mehr Volumen als Sommergarderobe. Wer clever organisiert, kann jedoch bis zu 50 Prozent Stauraum einsparen.
- Vakuumbeutel reduzieren das Volumen von Daunenjacken und Skibekleidung erheblich
- Unterbettkommoden nutzen ungenutzten Raum
- Schranksysteme mit höhenverstellbaren Böden schaffen Flexibilität
- Kleiderboxen stapelbar wählen
Achtung bei empfindlicher Wolle: Diese nicht vakuumieren, da die Fasern Druck übelnehmen können.

Wo lagert man Winterkleidung am besten?
Der ideale Ort ist trocken, dunkel und temperiert. Keller sind nur geeignet, wenn sie wirklich trocken sind. Dachböden wiederum können durch starke Temperaturschwankungen problematisch sein.
Optimal sind:
- Schlafzimmerkästen mit Zusatzmodulen
- Abstellräume in der Wohnung
- Bettschubladen oder geschlossene Sideboards
Direktes Sonnenlicht sollte vermieden werden, da es Farben ausbleichen kann.
Wie schützt man Winterkleidung vor Motten?
Motten bevorzugen Naturfasern wie Wolle, Kaschmir oder Seide. Der beste Schutz ist Sauberkeit – ergänzt durch natürliche Abwehrmittel.
Bewährt haben sich:
- Zedernholz (wirkt durch ätherische Öle abschreckend)
- Lavendelsäckchen
- Regelmäßiges Lüften der gelagerten Textilien
- Dicht schließende Boxen
Chemische Mottenmittel sind meist nicht nötig. Wichtig ist jedoch, Boxen nicht luftdicht feucht zu verschließen.
Welche Boxen oder Systeme eignen sich für Winterkleidung?
Transparente Kunststoffboxen mit Deckel ermöglichen Überblick und schützen vor Staub. Für hochwertige Stücke sind atmungsaktive Stoffboxen ideal. Kartons sind weniger empfehlenswert, da sie Feuchtigkeit ziehen können.
Hochwertige Schranksysteme mit integrierten Aufbewahrungsmodulen oder Vakuumschubladen bieten besonders in Stadtwohnungen mit durchschnittlich 60 bis 90 Quadratmetern Wohnfläche wertvolle Platzreserven.
Wie verhindert man Gerüche bei eingelagerten Kleidungsstücken?
Gerüche entstehen meist durch Restfeuchte oder mangelnde Luftzirkulation. Neben gründlichem Trocknen helfen:
- Duftneutrale Trockensäckchen
- Natron-Schälchen im Lagerraum
- Regelmäßiges kurzes Lüften während der Lagerperiode
Wer Winterkleidung über mehrere Monate einlagert, sollte sie mindestens einmal im Sommer kontrollieren.
Winterkleidung lagern ist mehr als saisonales Aufräumen. Wer systematisch vorgeht, gewinnt nicht nur Platz im Kleiderschrank, sondern startet im Herbst auch ohne böse Überraschungen in die neue Saison.
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