Qualitätsmaklerin des Jahres 2026, HABERKORN Immobilien, Mag. Natascha Haberkorn:

Viele Menschen unterschätzen, wie komplex diese Tätigkeit ist. Welche Fähigkeiten braucht man aus Ihrer Sicht wirklich, um erfolgreich zu sein?
Ja, Fachwissen ist eine wichtige Basis, aber entscheidend ist die Fähigkeit, mit Unsicherheit, Emotionen und unterschiedlichen Interessen umzugehen. Viele unterschätzen, wie sehr es in diesem Beruf um Menschen geht.
Ich arbeite viel mit einer Haltung, die man aus der Mediation kennt: erst verstehen, bevor man steuert. Denn oft geht es nicht nur um den besten Preis, sondern um Themen wie Sicherheit, Timing oder persönliche Lebenssituationen. Wer das erkennt und aushält, ohne vorschnell zu handeln, hat langfristig den größten Erfolg.
Frauen übernehmen in der Immobilienbranche zunehmend wichtige Rollen. Welche Erfahrungen haben Sie persönlich in diesem Beruf gemacht?
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man als Frau anfangs manchmal unterschätzt wird, aber genau das relativiert sich sehr schnell, sobald man Ergebnisse liefert. Für mich spielt das Thema Geschlecht im Alltag ehrlich gesagt eine immer kleinere Rolle. Entscheidend ist, wie klar man arbeitet, wie verlässlich man ist und ob man Verantwortung übernimmt.
Was sich aber verändert hat, ist, dass die Branche insgesamt vielseitiger wird. Das ist gut so. Unterschiedliche Perspektiven führen oft zu besseren Entscheidungen.
Premiummaklerin des Jahres 2026, SANGREAL,
Kristina Giacomelli:

Jede erfolgreiche Maklerin entwickelt im Laufe der Zeit ihren eigenen Stil. Was zeichnet Ihre Arbeitsweise aus?
Mit Sangreal habe ich bewusst eine Boutique geschaffen, die Immobilien nicht einfach vermittelt, sondern kuratiert. Mich interessiert nicht die Masse, sondern die Qualität. Wir arbeiten sehr strategisch, oft diskret und mit einem starken Fokus auf Architektur, Design und Positionierung. Jede Immobilie hat ihre eigene Geschichte – und unsere Aufgabe ist es, diese sichtbar zu machen und die richtigen Menschen zusammenzubringen.
Wenn Sie jungen Frauen einen Rat geben könnten, die in die Immobilienbranche einsteigen wollen – welcher wäre das?
Denkt unternehmerisch und baut eure eigene Marke auf. In dieser Branche entscheidet langfristig die Reputation über den Erfolg. Netzwerke, Verlässlichkeit und Integrität sind wertvoller als schnelle Deals. Und vielleicht der wichtigste Rat: Wartet nicht darauf, dass euch jemand eine Tür öffnet – baut euch eure eigene.
HALL OF FAME AWARD 2026 – Qualitätsmakler des Jahres – EHL, Karina Schunker, MA:

Wer über viele Jahre hinweg erfolgreich in der Immobilienbranche tätig ist, erlebt zahlreiche Marktzyklen. Welche Entwicklungen haben Sie besonders geprägt?
Über die letzten Jahre hat sich der Immobilienmarkt teils sehr schnell und in unterschiedliche Richtungen entwickelt. In diesen Zeiten wurde mir wieder bewusst, wie stark unsere Branche von unterschiedlichen Zyklen geprägt ist und zugleich auch von diesen lebt. Denn wenn das Pendel in die eine Richtung ausschlägt, wird es – manchmal früher, manchmal später – auch wieder in die andere zurückschwingen.
Eine solche Bewegung spüren wir beispielsweise seit dem vergangenen Jahr im Eigentumssegment. Da sich die Zinsen auf einem niedrigeren Niveau eingependelt haben, ist die Nachfrage nach Eigentumswohnungen in Wien spürbar gestiegen. Entscheidungen werden somit wieder rascher getroffen und wir freuen uns sehr, wieder mehr Kundinnen und Kunden auf dem Weg zu ihrem Wohnglück begleiten zu dürfen. Das ist nicht nur für uns erfreulich, sondern auch für den gesamten Markt essenziell. Denn nur bei guter Nachfrage werden wieder neue Projekte umgesetzt und damit langfristig ausreichend Angebot geschaffen – sowohl im Eigentum als auch in der Miete.
Eine nachhaltige Stabilisierung des Wohnimmobilienmarktes wird jedoch nur gelingen, wenn mehrere Faktoren zusammenspielen – leistbare Bau- und Finanzierungskosten, ein funktionierender Nachfragemarkt sowie gesetzliche Rahmenbedingungen, die neue Projekte ermöglichen.
Welche Veränderungen wünschen Sie sich für die Zukunft der Immobilienbranche – und welchen Rat würden Sie jungen Menschen geben, die heute in diesen Beruf einsteigen?
Ich wünsche mir, dass sich das Image der Immobilienbranche weiter positiv entwickelt, auch wenn hier bereits in der Vergangenheit viel passiert ist. Jeder Einzelne trägt dazu bei, durch Qualitätsbewusstsein, Verlässlichkeit und echte Kundenorientierung unser Berufsbild weiter zu stärken.
Jungen Menschen, die in die Branche einsteigen möchten, möchte ich mitgeben, dass sie enorme Chancen bietet, jedoch auch Engagement erfordert. Neben fachlichem Know-how sind vor allem Empathie, Leidenschaft und die Bereitschaft zur Weiterentwicklung entscheidend.
Gleichzeitig hat sich die Zusammenarbeit und Kooperationsbereitschaft innerhalb der Branche über die letzten Jahre deutlich verstärkt. Eine partnerschaftliches und vertrauensvolles Miteinander stellt sicher, dass die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden im Mittelpunkt stehen und eine qualitativ hochwertige Betreuung erfahren. Genau das ist die Grundlage für eine nachhaltiges Vertrauen und damit für langfristigen Erfolg in unserer Branche.
HALL OF FAME AWARD 2026 – Top Developer des Jahres – HARING GROUP, Karl-Heinz Zöhrer:

Wenn Sie auf Ihre bisherigen Projekte zurückblicken: Welches war für Sie persönlich besonders prägend oder erfüllend?
Die Stadlauerstraße 64 in 1220 Wien – 406 Wohnungen mit Tiefgarage, Fitnesscenter, Einkaufsmöglichkeiten, Arzt, etc. Und das alles während der ersten Corona-Phase. Wir haben an 406 Eigentümer termingerecht und ohne größere Probleme übergeben. Bei diesem Projekt konnte man sehr gut erkennen: Wenn ein motiviertes, kompetentes und zielstrebiges Team an einem Strang zieht, kann man auch in sehr bewegten, schwierigen Zeiten viel erreichen. Das positive Feedback der Bewohner bestätigt uns bis heute.
Fotos: © leadersnet.at / V. Greabu








